Elektrosmog Abschirmung im Schlafzimmer

Elektrosmog Abschirmung im Schlafzimmer

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Eine Elektrosmog – Abschirmung im Schlafzimmer kann man durch vielfältige technische Maßnahmen realisieren. Voraussetzung ist jedoch, dass die Strahlenbelastung zunächst durch einen Baubiologen ermittelt werden muss. Vor allem ist die Strahlungsart entscheidend (z.B. hochfrequente oder niederfrequente Strahlungseinflüsse). Dabei spielt z.B. auch eine Rolle, aus welcher Richtung die hochfrequente Mobilfunkstrahlung in den abzuschirmenden Raum „einfällt“.  Es gilt nämlich der Grundsatz, dass sich Personen nicht über längere Zeit zwischen der Strahlenquelle (z.B. Mobilfunkmast) und der angebrachten Abschirmung (z.B. mit Abschirmfarbe gestrichene Wand) aufhalten dürfen. Andernfalls wird die einfallende Strahlung hier reflektiert und die Elektrosmogbelastung steigt sogar noch an. Das muss man unbedingt verhindern.

In einigen Fällen sind Reduzierungs-Maßnahmen mittels Abschirmfarben oder Abschirmgeweben nicht möglich oder nicht gewünscht. Im Schlafzimmer bietet sich dann noch an, sogenannte Abschirm-Baldachine über das Bett zu hängen – ähnlich wie ein Moskitonetz. Diese sind aus einem spezialbeschichteten Stoff gefertigt und halten die elektromagnetischen Felder weitestgehend zurück. Auch hier sollten Sie sich unbedingt vom Fachmann beraten lassen.

Elektrosmog – Abschirmung im Schlafzimmer durch abgeschirmte Kabel

Häufig entsteht Elektrosmog durch die Elektroinstallation im Haus. Bei Neubauten oder umfangreichen Sanierungsarbeiten kann man hier mit speziellen abgeschirmten Elektrokabeln vorbeugen. Hierbei sind die drei Adern des Kabels mit einer dünnen Metallummantelung umhüllt. Zusätzlich ist ein separater Beidraht eingearbeitet. Diese werden in den Steckdosen und Verteilerdosen miteinander verbunden und zur Funktions-Potentialausgleichsschiene weitergeführt. Überall dort wo diese abgeschirmten Stromleitungen verlegt sind, entweichen daraus keine nennenswerten elektromagnetischen Felder. Die angrenzenden Räume sind also bezüglich des 50-Hertz-Stromes frei von elektrischer Strahlung.

Insbesondere in Häusern mit Holzständerbauweise oder bei Trockenbauwänden mit Metallprofilen sollten Sie abgeschirmte Elektrokabel überall benutzen. Andernfalls kann in diesen Gebäuden die Elektrosmog – Belastung besonders hoch sein. Verwenden Sie dort auch zusätzlich noch abgeschirmte Elektrodosen (Verteilerdosen, Steckdosen). Hier können sich sonst erhebliche elektrische Felder aufbauen.

elektrosmog abschirmung im schlafzimmer mit abgeschirmter Steckdose

abgeschirmte Steckdose im Schlafzimmer  (Bild: Hausdiagnose Linsengericht)

Netzabkoppler als weitere Reduzierungs-Möglichkeit

Häufig besteht die Möglichkeit, dass nachträglich sogenannte Netzabkoppler in den Sicherungskasten eingebaut werden. Der Elektriker kann sie in den Elektrosmog verursachenden Stromkreis mit wenigen Handgriffen einbinden.

Der Netzabkoppler hat die Aufgabe, den entsprechenden Stromkreis dauerhaft „spannungsfrei“ zu schalten. Erst wenn ein Stromverbraucher eingeschaltet wird (z.B. das Licht in einem Raum), gibt er innerhalb weniger Millisekunden wieder Spannung auf die zugehörige Stromleitung – das Licht brennt dann ganz normal, so wie man es gewohnt ist.

Vor dem Einbau eines Netzabkopplers muss der Baubiologe durch entsprechende Messungen herausfinden, welche Stromkreise die Strahlenbelastung verursachen. Baut man ihn in den Stromkreis des Schlafzimmers ein, heißt das noch lange nicht, dass dieser Raum dann auch frei von elektrischen Feldern ist. Die Strahlung kann nämlich durchaus von benachbarten Zimmern „einstrahlen“. Das muss der Baubiologe überprüfen.