Nachtspeicheröfen – Probleme mit Asbest und Elektrosmog

Nachtspeicheröfen – Probleme mit Asbest und Elektrosmog

LoRaWAN: Das Internet der Dinge ohne 5G-Strahlung
Weitergabe von Handydaten – So können Sie widersprechen
Eine Wasserader im Schlafzimmer kann krank machen

In Haushalten, Gewerbeimmobilien oder öffentlichen Gebäuden sind immer noch sog. Nachtspeicheröfen (=Elektro-Speicherheizgeräte, Nachtspeicherheizung, elektrische Speicherheizung) mit Asbest zu finden.

Hierbei handelt es sich um Elektrogeräte, die nachts preiswertere elektrische Energie aufnehmen und in Form von Wärme speichern, um diese dann tagsüber abgeben zu können.

Während des Betriebes kann eine solche Heizung erhebliche elektrische und magnetische Wechselfelder abgeben. Diese können bekannter Maßen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, nervöse Störungen usw. beitragen.

Asbest kann freigesetzt werden

Bei alten Nachtspeicherheizungen (bis etwa Baujahr 1978) können auch während des Betriebes Asbestfasern freigesetzt werden. Zwar sind dann die Faserkonzentrationen in der Raumluft meistens noch recht gering. Trotzdem sollten Sie sicherheitshalber die Lüftungsschlitze zukleben und das Umluftgebläse ausschalten.

Im Zweifel kann ein Baubiologe die Konzentration der Asbestfasern in der Raumluft messen. In der Regel sollte man allerdings vor dem Ausbau von asbestverdächtigen Materialien und Gegenständen tätig werden. Dann kann können Sie rechtzeitig geeignete Schutzmaßnahmen und Demontagekonzepte von Fachfirmen erstellen lassen.

Asbest

Asbest unter dem Raster-Elektronenmikroskop (Bild: Competenza GmbH)

Die Demontage der Asbest – haltigen Nachtspeicheröfen ist das Problem

Viele dieser Elektrogeräte beinhalten teils kritische Stoffe. Diese sind:

  • Asbesthaltige Bauteile (ca. 2 – 3 Masse-%)
  • Kernsteine/Speichersteine ( > 70 Masse-%)
  • Dämmstoffe (Künstliche Mineralfaser) (ca. 3 – 4 Masse-%)
  • Elektrische Bauteile
  • Metalle

Einige Hersteller haben bereits früh auf Asbest, künstlichen Mineralfasern (KMF) und diverse andere Schadstoffe verzichtet.
Asbestfasern kommen beispielsweise in folgenden Teilen einer Nachtspeicherheizung vor

  • Kernsteinträger, Kernabdeckplatte
  • Distanzhalter (Kernsteine im Luftstrom, Wärmedämmung)
  • Dämmstoffhülse der Steuerpatrone
  • Dichtungsstreifen / Dämmscheiben am Ventilatorgehäuse
  • Rückwand des Heizgerätes
  • Dichtungsmaterial z.B. an Lüfterschublade
  • Asbestisolierte Verdrahtung

Deshalb sollten Sie solche Geräte nur von einem Fachbetrieb demontieren und entsorgen lassen.