Elektrosmog im Schlafzimmer messen – darauf sollten Sie achten !

Elektrosmog im Schlafzimmer messen – darauf sollten Sie achten !

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Es gibt verschiedene Arten von Elektrosmog, die man in einem Schlafzimmer messen muss. Nur mittels einer solchen ganzheitlichen Betrachtungsweise besteht die Chance einer Strahlungsarmen Wohnung:

Niederfrequente Felder

Sie entstehen z.B. durch die elektrische Spannung (220Volt), die in den Stromleitungen der Hausinstallation anliegen.  Wenn diese elektrischen Wechselfelder  zu hoch sind, setzten sie den gesamten menschlichen Körper unter eine gewisse Spannung. Es kommt zu Stressreaktionen im Organismus, welche oft auch in Form von Schlafstörungen vorliegen.

Weiterhin bilden sich oft niederfrequente magnetische Wechselfelder, welche durch den fließenden Strom (Ampere) entstehen. Sie sind immer dann besonders auffällig, wenn Ausgleichs- oder Fehlströme über andere leitfähige Bauteile wie Wasserleitungen, Heizungsrohre oder Gasleitungen abfließen. Dies ist häufig dann der Fall, wenn eine Potentialausgleichsschiene fehlt. Eine Elektrofachkraft muss hier stets alle leitfähigen Bauteile zusammenführen, damit magnetische Wechselfelder nicht zu einem Gesundheitsproblem werden. Zudem sind Hochspannungsleitungen vor dem Haus oder Bahnstromleitungen häufige Quellen für viel zu hohe magnetischen Wechselfelder.

Niederfrequenten Elektrosmog im Schlafzimmer messen

Diese Feldart kann der Experte mit sog. Niederfrequenzanalysatoren messen. Man unterscheidet hierbei die jeweiligen Frequenzen (z.B. 50 Hertz Haushaltsstrom, 16,7 Hertz Bahnstrom und zugehörige Oberwellen). Hier muss man zuverlässige und relativ hochwertige Geräte einsetzten, um brauchbare Ergebnisse zu erzielen.

Eine Bewertung dieses Elektrosmogs nimmt der Baubiologe in der Regel gemäß dem „Standard der Baubiologischen Messtechnik“ vor. Die dort genannten Richtwerte stellen einen sehr guten Gesundheitsschutz dar. Den offiziellen Grenzwerte der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) sollte man keine Beachtung schenken. Sie sind derart überhöht und großzügig gewählt, dass sie keinen Gesundheitsschutz bieten.

Hochfrequente Felder

Den hochfrequenten Elektrosmog kann man immer dann im Schlafzimmer messen, wenn Mobilfunkmasten, Radio- und Fernsehsender, Radaranlagen oder hausinterne Sender präsent sind. Vielfach findet man solche Strahlungsstärken, welche zu Gesundheitsproblemen wie neurologischen Störungen führen.

Hochfrequenten Elektrosmog im Schlafzimmer messen

Solche hochfrequenten Felder misst man mit Breitbandmessgeräten oder sogenannten Spektrum-Analysatoren. Die Auswertung der Messergebnisse erfordert viel Erfahrung und Sachkenntnis. Andernfalls führen Fehlinterpretationen zu einer unzureichenden Sanierung der Elektrosmogbelastung. Eine Minimierung der hochfrequenten Felder ist nur mit hochwertigen Abschirmfarben, Abschirmgeweben oder Abschirmstoffen möglich.

Elektrosmog im Schlafzimmer messen

Spektrumanalysator (Bild: Hausdiagnose Linsengericht)

Magnetische Gleichfelder

Diese magnetischen Gleichfelder stören das natürliche Erdmagnetfeld und werden durch metallische Gegenstände in Bettnähe verursacht. Man kann sie überschläglich mit einem Kompass messen oder mit einer wesentlich genaueren Magnetfeldsonde. Hierbei sind stets die Differenzen der benachbarten Messwerte ausschlaggebend. Man sollte ein möglichst homogenes magnetisches Gleichfeld vorfinden.

Elektrische Gleichfelder

Elektrische Gleichfelder entstehen immer dann, wenn sich Materialien statisch aufladen. Läuft man z.B. mit Turnschuhen über einen Synthetik-Fußboden, bekommt man bei Berührung der Türklinke oft den „typischen Schlag“. Zudem bringen solche „geladenen“ Oberflächen die Zellkommunikation im menschlichen Organismus durcheinander. Denn auch sie funktioniert mit minimalen elektrischen Impulsen.

Man sollte deshalb Materialien in der Wohnung – und vor allem im Schlafzimmer- meiden, die sich elektrostatisch aufladen. Insbesondere Kunststoffe oder kunststoff-beschichtete Produkte (Laminat, PVC, Polyester-Teppich) verhalten sich diesbezüglich sehr negativ.  Die Höhe der elektrostatischen Aufladung kann der Baubiologe mit einer sog. Feldmühle messen.