Bluetooth – Ein strahlendes Gesundheitsrisiko

Bluetooth – Ein strahlendes Gesundheitsrisiko

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Das System „Bluetooth“ ist nach dem Wikingerkönig Harald Blauzahn  (940-981) benannt. Es wurde entwickelt um Geräte wie MP3-Player, Notebooks, Drucker, Smartphones, Musikboxen, Kopfhörer usw. drahtlos miteinander zu verbinden. Bluetooth birgt jedoch ein Gesundheitsrisiko.

Bluetooth arbeitet ähnlich wie WLAN im Frequenzbereich zwischen 2400 MHz und 2483 MHz. Es sendet und empfängt abwechselnd auf dem immer gleichen Frequenzband. Dieses ist in 79 Kanäle unterteilt, die in einer Sekunde 1600 mal wechseln.

Die Sendeleistungen bei Bluetooth – Geräten betragen je nach Leistungsklassen:

maximal 1 Milliwatt, Reichweite bis ca. 10 m (Klasse 3)

maximal 2,5 Milliwatt, Reichweite bis ca. 30 m  (Klasse2)

maximal 100 Milliwatt, Reichweite bis ca. 100 m (Klasse 1).

Bluetooth-Gesundheitsrisiko Nr 1: gepulste Strahlung

Zum Einen stellt die gepulste Strahlung eine hohe Gesundheitsgefahr dar. Hierbei wird die Funkwelle in regelmäßigen und rhythmischen Abständen ein- und wieder ausgeschaltet. Bei Bluetooth ist das 1600 mal pro Sekunde (Pulsfrequenz 1600 Hertz). Insbesondere diese Pulsung wirkt auf Gehirn und Nerven gleichermaßen schädlich. Sie kann Kopfschmerzen, nervöse Unruhe oder sogar Depressionen verursachen. Man muss sich das so vorstellen, als schalte man eine Zimmerlampe sehr schnell hintereinander permanent an und aus. Ähnlich wie bei einem solchen ständigen Hell-Dunkel-Wechsel strapaziert die gepulste Strahlung das Nervensystem des Menschen.

Bluetooth-Gesundheitsrisiko Nr 2: geringer Abstand

Jede Art von elektromagnetischer Strahlung wird dann stärker, wenn man sich näher an der Strahlenquelle befindet. Bei älteren Bluetooth-Kopfhörern beträgt die Sendeleistung ca. 1 Milliwatt. Einschlägige Messungen ergaben hierfür Strahlungsstärken von mehreren tausend Mikrowatt pro Quadratmeter (µW/m²) in einem Abstand von wenigen Zentimetern. Neuere Modelle (z.B. Airpods) bringen es sogar auf Sendeleistungen von bis zu 20 Milliwatt und gehören damit in die Sendeklasse 1.

Gemäß der baubiologischen Richtwerte gelten bereits 10 µW/m² als „stark auffällig“. Das  heißt, diese Strahlungsstärken sind für eine regelmäßige und ausgiebige Nutzung der Kopfhörer nicht vertretbar. Deshalb sollten Sie besonders auf solche Strahlenquellen verzichten, die Sie in einem engen Körperkontakt verwenden.

Bluetooth als Gesundheitsrisiko

Bluetooth als Gesundheitsrisiko (Bild: Pixabay)

Es existieren doch Grenzwerte oder ??

Gesetzliche Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung gibt es für bewegliche Bluetooth- und andere elektronische (Haushalts-) Geräte leider nicht.

Die Bundesimmissionsschutzverordnung (26. BImSchV), welche die Bevölkerung eigentlich vor zu hohen elektromagnetischen Feldern schützen soll, gilt nur bei:

  1. Hochfrequenzanlagen im Frequenzbereich von 9 Kilohertz bis 300 Gigahertz (ausgenommen Anlagen zur Landesverteidigung). Diese Anlagen müssen ortsfest sein.
  2. Niederfrequenzanlagen zur Umspannung und Fortleitung von Elektrizität mit einer Nennspannung von 1 000 Volt oder mehr, einschließlich Bahnstromfern- und Bahnstromoberleitungen und sonstiger vergleichbarer Anlagen im Frequenzbereich von 1 Hertz bis 9 Kilohertz. Diese Anlagen müssen ortsfest sein.
  3. Gleichstromanlagen zur Fortleitung, Umspannung und Umrichtung, einschließlich der Schaltfelder, von Gleichstrom mit einer Nennspannung von 2 000 Volt oder mehr. Auch diese Anlagen müssen ortsfest sein.

Als eine Bewertungsgrundlage für die Elektrosmogbelastung von Mobiltelefonen oder ähnliche Sendegeräten wird häufig der SAR-Wert angegeben. Diese Spezifische-Absorptions-Rate gibt an, wie stark das menschliche Gewebe durch die Mobilfunkstrahlung erwärmt wird. Je kleiner der SAR-Wert, desto weniger heizt sich z.B. der Kopf auf, wenn sich Bluetooth-Geräte in dessen Nähe befinden.

Leider gibt der SAR-Wert keine Auskunft über die übrigen biologischen Probleme, welche die Strahlenbelastung beim Menschen hervorrufen. Diese sind z.B. Veränderungen der Gehirnströme, Zusammenballung roter Blutkörperchen, DNA-Strangbrüche oder Öffnung der Blut-Hirn-Schranke. Dieser SAR-Wert ist deshalb keine geeignete Größe, um das Risiko für die Gesundheit bewerten zu können.

Verzichten Sie deshalb auf Bluetoothgeräte wann immer es geht !