Smart Meter verursachen Elektrosmog und andere Probleme

Smart Meter verursachen Elektrosmog und andere Probleme

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Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlung – Vorsicht ist geboten
DECT Schnurlostelefone – Sie können erheblich strahlen!

Seit einigen Jahren werden nach und nach in allen Haushalten digitale Stromzähler (=sogenannte „moderne Messeinrichtung“) durch die Messstellenbetreiber eingebaut. Dieser gesetzlichen Vorgabe kann sich kein Verbraucher entziehen. Erst wenn in einen solchen digitalen Stromzähler zusätzlich noch ein Sendemodul eingebaut wird (= sogenanntes „Smart-Meter-Gateway“),  spricht man von einem Smart – Meter.

Smart – Meter werden deshalb eingebaut, um dem Stromkunden  (angeblich) eine bessere Transparenz über dessen Stromverbrauch zu bieten. Der Verbraucher soll mit Hilfe einer permanenten Datenerfassung jederzeit entscheiden können, ob er seine Elektrogeräte eher an Tageszeiten mit einem günstigeren Strompreis anschaltet oder nicht. Weiterhin bietet das Sendemodul ein Datenaustausch zwischen Kunde und Energieversorger/Netzbetreiber in beiden Richtungen. Diese Vernetzung soll dem Energieversorger in Zukunft z.B. die Steuerung von größeren Verbrauchsgeräten in den Privathaushalten oder aber von Wärmepumpen, Batteriespeichern von Solaranlagen usw. ermöglichen. So könnten beispielsweise starke private Stromverbraucher zu energiereichen Zeiten vom Energieversorger angeschaltet werden (viel Solarstrom/Windstrom im Netz vorhanden).

smart meter

Digitaler Stromzähler, ohne Sendemodul (Bild: Hausdiagnose Linsengericht)

Elektrosmog durch Datenübertragung beim Smart Meter

Um die geforderte Transparenz und Kontrolle über den Stromverbrauch bieten zu können, müssen hohe Datenmengen in sehr kurzen Zeitabständen zwischen Endkunden und dem Energieversoger ausgetauscht werden.

Dieser Datentransfer kann mit verschiedenen Systemen geschehen:

über Mobilfunk:

Das Sendemodul steht mit dem Energieversorge über diverse Mobilfunkstandards wie LTE, GSM oder aber WLAN in Verbindung. Zukünftig liegt hier auch eine Anwendungsmöglichkeit für den neuen Mobilfunkstandard „5G“.

Je nach dem wie häufig die Datenübertragung stattfindet, kann eine mehr oder weniger starke Elektrosmogbelastung durch die gepulste Mobilfunkstrahlung auftreten. Diese kann sich unter Umständen in weiten Teilen des Wohngebäudes ausbreiten, dass ein Elektroinstallateur prüfen kann.

über Power-Line-Communikation (PLC) oder dLAN:

Bei diesen beiden Systemen werden die Daten über bereits bestehende Stromleitungen übertragen  – praktisch zusammen mit dem Strom. Allerdings können hierbei die Stromleitungen elektromagnetische Strahlen in einem Frequenzbereich zwischen 1 und 30 Megahertz abgeben. Auch dieser Elektrosmog kann sich so oftmals im ganzen Haus verbreiten und ist ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Die PLC-Frequenzen können weiterhin technische Haushaltsgeräte, LED-Lampen, Schaltnetzteile, Dimmer oder Funkuhren stören.

über DSL-Leitung:

Ein Datentransfer über die DSL-Leitung (Telefon, Kabelfernsehen) ist aus strahlungstechnischer Sicht zu bevorzugen. Allerdings nur, wenn der komplette Übertragungsweg kabelgebunden vorliegt. In einigen Fällen erfolgt eine Datenübertragung zwischen Zählerschrank und dem DSL-Anschluss mittels Mobilfunk oder WLAN. Das sollte man vermeiden.

Weitere Kritikpunkte zum Smart Meter

Nicht nur die Elektrosmogbelastung, sondern auch andere Kritikpunkte gegenüber Smart-Metern stehen im Raum. Diese sind z.B.

  • Überwachung der Hausbewohner in Verbindung mit Hackerangriffen (vorsätzliche Fernabschaltung von Geräten, Anwesenheitskontrolle zu Einbruchszwecken)
  • Datenschutz
  • teilweise falsche Messergebnisse und technische Probleme
  • zum Teil hohe Leihgebühren für die Smart-Meter. Diese richten sich nach Stromverbrauch und etwaigen steuerungsfähigen Anlagen und liegen derzeit zwischen 23 € und 100 € pro Jahr. Die erwarteten Kosteneinsparungen werden damit wieder zunichte gemacht.